Die richtige Pflege für teure Fashion
Je eleganter die Kleidung, desto größer ist ihr Bedarf für eine fachgerechte Pflege. Denn viele hochwertige Materialien wie Seide, Leder oder Wolle sind sehr anspruchsvoll und reagieren auf eine falsche Reinigung nicht selten mit einem kaputten Gewebe oder dem Verlust von Glanz und Feinheit. Es lohnt sich also, hierbei besonders behutsam vorzugehen und den guten Stoffen jene Zuwendung zu ermöglichen, die sie benötigen.
Großer Aufwand für das kleine Schwarze?
Besondere Probleme bei der Pflege ruft Seide hervor. Die Naturfaser aus dem Kokon der Seidenraupe reagiert äußerst empfindlich auf viele Einflüsse. So sollte bereits vermieden werden, dass das seidene Abendkleid mit dem Hautschweiß seiner Trägerin in Berührung kommt. Auch die Feuchtigkeit von Deodorants oder Parfüms kann die Struktur des feinen Gewebes schädigen und Farbunterschiede hervorrufen. Hat ein Kleidungsstück aus Seide dennoch einmal Flecken abbekommen, sollte es möglichst per Hand bei geringen Temperaturen und lediglich unter Verwendung spezieller Seidenreiniger gewaschen werden. Hierbei ist jedoch anzuraten, das gute Stück in die professionelle Reinigung zu geben.
Leder: Immer eine neue Herausforderung
Wer sich dagegen für Kleidungsstücke aus Naturleder entschieden hat, sollte ebenso sorgsam bei der Pflege vorgehen. Allerdings sind die Unterschiede in der Beschaffenheit des Leders sehr groß. Jede von ihnen benötigt eine grundeigene Pflege. Allgemein wird es hierfür jedoch keine Notwendigkeit sein, Waschmaschinen kaufen zu müssen. Denn auch wenn die Anbieter einiger Lederwaschmittel das Gegenteil versprechen: Leder gehört in der Regel in keine Waschmaschine. Besser ist es, Flecken mit einem feinen Schwamm und möglichst klarem Wasser abzuwaschen. Spülmittel oder andere Reiniger bleiben vorerst im Schrank. Erst wenn die Verschmutzung zu hartnäckig ist, kann der eigens entwickelte Lederreiniger zum Einsatz kommen. Wichtig ist es daneben jedoch, die Tierhaut regelmäßig mit speziellen Cremes oder Sprays zu behandeln. Ansonsten wird das Leder sehr schnell spröde und erscheint dem Betrachter in einem abgenutzten Zustand.
Die Unterschiede zwischen Wolle und Baumwolle
Auch wenn die ähnlichen Namen auf gewisse Gemeinsamkeiten hindeuten, so ist der Aufwand an Pflege für beide Stoffe sehr unterschiedlich. Die aus dem Tierhaar gewonnene Wolle muss sehr sorgsam gereinigt und gepflegt werden. Kleinste Fehler registriert sie mit einem Verfilzen des Gewebes oder mit einem Abbrechen der feinen Haare. Aggressive Waschmittel oder zu hohe Temperaturen beschädigen die Wollkleidung sehr leicht. Anders sieht das bei der aus Pflanzen hergestellten Baumwolle aus. Sie verträgt eine robuste Pflege und kann auch jenseits der 50 Grad Celsius in der Waschmaschine gereinigt werden. Besondere Pflegemittel benötigt sie zumeist nicht. Der Einsatz solcher kann die Lebensdauer der Kleidung jedoch erheblich verlängern.